Monday, 27 January 2014

Veränderungen

Ich habe abgenommen.  Seit Juli letzten Jahres.  Aus mehreren Gründen.

Der Hauptgrund war eine Operation letzten Oktober die durch weniger Speck auf den Rippen leichter gemacht werden konnte (das war’s auch: ist alles wirklich prima gelaufen. Ich bin sehr gut verheilt, alles hat sich stetig gebessert und ich ging sogar ein bisschen früher zurück zur Arbeit als ich gedacht hatte. Ich bin sehr zufrieden. Keine Ahnung ob das Abnehmen geholfen hat, aber geschadet hat’s nicht) – und mehr noch: weil ich es einfach brauchte abzunehmen.

© hyena reality
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Es ist mir äusserst, tierisch und dann noch mal so was von auf den Senkel gegangen dass ich seit Jahren ‘versucht‘ habe abzunehmen und dass da nüscht dabei rauskam.  So frustrierend!  Mittlerweile hat mir mein Kollege in der Arbeit von diesem Kalorienzählprogramm erzählt (er und seine Frau machen gute Erfahrungen damit: www.myfitnesspal.com).  Das hat er mir dann drei Mal erzählen müssen (über ich weiss nicht mehr was für einen Zeitraum, Monate) bis das bei mir eingesickert ist. 

Der Auslöser war dann: “Da kann man Barcodes mit dem Mobiltelefon einscannen* und braucht das nicht alles einzutippen?!  Das will ich ausprobieren!  Wie geht das?“ – also hab ich mir ein Profil erstellt und hab gekuckt wie das Programm und die App tatsächlich praktisch funktioniert.  Nachdem die wissen wollen wieviel man wiegt, welches Zielgewicht und wieviel Sport man die Woche treiben will (äh? Sport?? Nee, nee, nee – so war das aber nicht gemeint.  Wie, ich kann kein Profil erstellen ohne dass ich da was an körperlicher Bewegung eingebe?  Okay dann:  wie wäre es mit einmal die Woche und dann zehn Minuten?  Das geht? Na prima, 10 Minuten einmal die Woche.  Ich muss ja nicht wenn ich nicht will) – da konnte ich dann loslegen obwohl ich mir das noch gar nicht so vorgestellt hatte.  Ich wollte ja auch einfach nur mal kucken – nix von wegen tatsächlich auch machen.

Bei mir gehen Sachen immer am besten wenn ich mir nicht zuviel vornehme.  Wenn ich niedrige Erwartungen an mich selber habe, da ist dann wenig Druck, und ohne den geht’s ja sehr viiiieeeel besser.  Grosse Träume und Wünsche hab ich, die will ich auf gar keinen Fall runterschrauben und zu klein halten, nur die blöden Erwartungen und der verdammte Druck, ohne den komme ich sehr gut aus.  Weil ich weiss dass es dann auch sehr viel besser läuft.

Ich hab also spielerisch angefangen: ma kiecken wie das so für einen Tag funktioniert.  Und dann den zweiten.  Ach, ich könnte das auch den Rest der Woche machen, und dann mal schauen wie ich mich dann fühle...

Prima hab ich mich dabei gefühlt!  Es war zwar verdammt hart von meinem überhohen Kalorienverbrauch (WIEVIEL Kalorien haben 100g Nudeln? Reis oder Kartoffeln? 355? Ach Gottchen, ich hatte ja keine Ahnung) – aber ab irgendwann geht’s.

Und seither hab ich gut abgenommen.  Ich freu mich sehr darüber.  Wenn etwas klappt ist das ein wunderbarer Anlass sich richtig doll freuen zu können!

Und nun zum Thema des Blogposts: Veränderungen.

Ich bin doch glatt total erstaunt dass ich inzwischen meine Beine anders übereinander schlagen kann als davor?  Nach so 10 Kilo Abnahme oder so.  Es scheint doch tatsächlich so zu sein dass mehr Bauch einen dabei behindert sich zusammenfalten zu können.

Nicht dass ich das auch ständig machen wollte, aber der entscheidende Punkt dabei ist dass ich es kann wenn ich will!  Wie Freitag im Cafe als nicht besonders viel Platz war: ich schlag meine Beine übereinander, lehn mich an der Seite des Sofas an (schön bequem: das war so ein richtig nettes Reinschnuckeln in die Seite des Sofas) und schon hatte noch eine Person Platz!  Na so was... so geht das auch?

Ist ja erstaunlich.

Heute lauf ich rum und merke dass ich wohl noch so 1-2 Kilos abgenommen habe.  Ich schaue noch mal dünner aus als mir das bewusst war.  Und das ist der Zeitpunkt wo doch glatt die Angst einsetzt.  Oder vielleicht sollte ich es Sorge nennen. Sorge oder Besorgnis, oder Bedenken, oder sonst was an Gefühl das sich da einschleicht.  Dieses Ding das dann das Sabotieren anfangen könnte wenn man nicht ein strenges Auge drauf hält und dieses behinderden Bedenken dann unverzüglich zum Kuckuck schickt.

Ist doch dämlich: da nehm ich schön ab, kann meinen Körper besser bewegen (ich kann auch wieder Treppen raufflitzen oder mal dem Bus nachrennen. Das ist ja so herrlich!) und dann fang ich doch glatt an Schiss zu kriegen weil ich unbewusst irgendwie denke dass ich mich nicht mehr wieder erkenne?

Wirklich?

Hat man noch Töne.  Also so was hirnrissiges.  Das ist doch nicht nur dämlich und unsinnig, sondern sogar albern!

Da merk ich glatt dass solche grundlegenden Veränderungen etwas in einem auslösen können mit dem man nicht gerechnet hat.  Wär schön blöd wenn ich mich von so einer ‘huch, ich erkenn mich nicht mehr‘ Scheu abhalten liesse von dem was mir gut tut.  Sabotieren tut man sich schon genug, da braucht so was nicht auch noch mit reinspielen.

Ist schon alles sehr interessant.  Bin ja mal gespannt was noch so passiert und was ich noch so entdecke.  Das Leben ist doch eine schöne Entdeckungsreise!

 

*: Ich bin ja so ein Geek - alles was mit einem Gerät zu tun hat, das begeistert mich! Muss wohl Spielzeug für Erwachsene sein...

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