Tuesday, 21 January 2014

Vorbereiten


Ach, das ist eine wirklich gute Sache: ich hab doch glatt jetzt schon (Sonntag) dran gedacht einen Gutschein in meine Tasche zu stecken, den ich dann am Mittwoch brauchen werde.
Ist das toll diese Sorge nicht mehr im Kopf rum spuken zu haben dass ich den vergessen könnte mitzunehmen und mich dann beschämt bei dem Termin dafür entschuldigen müsste und mir das alles fürchterlich peinlich ist. Nur weil ich mal wieder nicht dran gedacht habe obwohl ich es schon seit Tagen wusste dass ich ihn brauchen werde.
Ich weiss auch nicht warum es mir früher nicht möglich war solche Sachen besser vorzubereiten. Vielleicht hatte ich gedacht dass ich so was wie den Gutschein mitnehmen nur am Vorabend machen kann? Dass das dann die perfekte Zeit ist, und dass es mir unbewusst irgendwie “gemogelt“ vorkam wenn ich das schon vorher, vor dem “perfekten Zeitpunkt“ vorbereitet habe?
Also so ein Blödsinn.  Nicht dur das: kompletter Schwachsinn. Ist doch echt beknackt.
Ich scheine unmenschliche Taten von mir selber zu verlangen in dem ich Sachen nur zu bestimmten Zeiten mache während ich es mir nicht erlaube das alles ein bisschen effektiver aufzuziehen in dem ich es dann mache wenn es mir einfällt?
Oder was da auch immer los ist hat doch nichts mit dem perfekten Zeitpunkt zu tun.  Vielleicht ist es mir auch einfach nur immer wieder entfallen so was wie 'Gutschein einstecken' frühzeitig zu machen.  Ich habe schon lange unter dieser furchtbaren Vergesslichkeit gelitten.
Es ist so als würde da was in meinem Kopf abgehen dass sobald mir ein Gedanke in den Kopf schiesst wie: ‘Ach ja, Gutschein mitnehmen‘ – dass ich diesen Gedanken dann “wegstecke“, etwas mache dass sich wie ein Verbannen oder so anfühlt, ein Ausklammern.  Weil es eine Aufgabe ist die ich bewältigen muss, und von daher keinen Spass machen kann, und von daher solange wir nur möglich herausgezögert werden muss?
Was dann erst dazu führt dass dieses “keinen Spass machen“ erst über mich hereinbricht statt schon am Anfang. Am Anfang (der Zeitpunkt zu dem mir klar wurde dass ich diese Sache brauche) war noch alles wertfrei: ‘Ach ja, muss ich machen‘.  Das Problem scheint erst mit dem wegschieben anzufangen und nicht schon mit der Aufgabe selber.
Und nachdem mir das nun klar geworden ist, da kann ich doch so eine Aufgabe wie 'Gutschein einstecken' auch gleich machen. Ich hab’s dann nicht nur aus dem Kopf weg, es kann dann nicht mehr in Unmasse and Schwierigkeit ausufern, und vor allem macht es so sehr Spass etwas früher als später vorzubereiten!




In der Tatsache sitze ich inzwischen da und denk mir: ‘Hah! Den Gutschein, den hab ich schon dabei, hah! Ach ist das prima.‘ Das ist vielleicht ein Supergefühl! Und mehr.
Bereitet mir wirklich eine ablsolute Freude. Ich glaub so was mache ich mehr und öfter. Das passt mir gut rein.
Und so kann man schlechte Gewohnheiten in gute umwandeln und es ändert sich doch glatt was. Ach, ist das toll!
Auf englisch nennt man das life skills.  Ach, das übersetzt sich als Lebenskompetenzen!  (Vielen Dank dict.cc Wörterbuch). Das haut hin.
Was noch.


Ich hatte auch die Karten zu zwei Events verlegt gehabt. Das heisst sie lagen tatsächlich vor mir auf meinem Schreibtisch, nur hatte ich es mal wieder (das ist so ‘n Ding für nen anderen Tag) geschafft die gesamte Oberfläche mit Strickzeug, Schreibzeug, Schnittmustern, und anderem “Zeug“ zu belegen und diesen Umschlag dabei zu verbuddeln.
Immerhin war es mir möglich einiges vom dem Tisch abzutragen – das hat sich angefühlt wie eine grössere Umgrabungaktion, so wie mit einem Bagger im Strassenbau, huch – und dabei habe ich den Umschlag gefunden.
Den hab ich erstmal hochkant an meinen Lautsprecher dran gestellt, weil ich die kostbaren Karten noch nicht in der Handtasche mit mir rumtragen wollte. Dabei fiel mir auf dass ich den Gedanken daran wo der Umschlag ist dann auch im Kopf weggesteckt hatte: als ob ich das besonders umsichtig weglegen will und es dabei aber vor mir selber verstecke. Wenn etwas besonders gut “weggelegt“ ist, dann ist es oft auch aus meinem Gedächtnis weg. Ungut.
Diesen Umschlag hab ich inzwischen doch in meine Tasche getan obwohl das erste Ereignis erst am 27. ist. Es ist mir lieber zu wissen dass ich sie griffbereit habe wo immer ich hingehe als sie “sicher“ zuhause zu wissen (und möglicherweise vergesse).
Noch eine gute Nachricht: ich hab’s doch gestern abend auch glatt geschafft etwas anderes vorzubereiten.  Am 28. werde ich sowas wie einen Kursabend geben, also andere in etwas unterrichten das ich kann und für die anderen neu ist. Gestern abend hab ich mich hingesetzt und den Text getippt den ich ihnen geben will.  Die Instruktionen wie man das macht.  Es ist eine Methode einen Nähschnitt so abzuändern dass er besser passt um die Oberweite um.  Es nennt sich FBA.
Ich brauch noch anderes dazu, aber dass ich den Text schon entworfen habe (eine Woche bevor das stattfindet!) das freut mich ungemein.
Ich hab’s mal wieder besonders ausführlich gemacht (das ist ja so was von typisch für mich, seufz) aber dann haben die Leute die Möglichkeit sich selber kürzere Notizen zu schreiben, oder Teile mit Highlighter anstreichen oder sonst was.  Bei so einer Sache ist mehr besser als zu wenig.  Ist meine ausgesprochene Meinung.
Mal  kucken wie das mit den anderen Teilen für diesen FBA Abend laufen wird.  Ich brauch noch eine Skizze von dem Schnittteil, und dann will ich noch Thesa, Bleistifte und Lineale mitbringen für den Fall dass zu viele das vergessen.  Sie sollten wissen dass sie es brauchen werden (wenn sie die Erklärung um was es geht und wie ich es mir vorstelle auch gut durchgelesen haben. Das ist nicht gesagt) – aber man weiss ja nie.  Wär schade wenn es nicht gut läuft weil zu viele nicht das richtige Werkzeug dabei haben.
Bin ja mal gespannt.


PS: Und gestern abend hab ich dran gedacht ein Medikament mitzunehmen dass ich beim heutigen Arzttermin brauche. So was ist mir ja noch gar nie geglückt! Ich hab sonst immer raten müssen: 'Wie hiess das Teil den gleich nochmal, irgendwas mit P? Em...' So in der Richtung.
Ich hab die Packung zum ersten Mal mit dabei. Kleine Wunder können sogar geschehen, ist das herrlich. Ich lerne dazu. Eiderdaus.

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