Thursday, 3 July 2014

Erste Erfahrungen

Das ist schon so ein Ding.  Ich wollte schon seit Jahren (also wirklich absolut total: JAAAAAHRE!) mal eine Maniküre machen lassen.  So als Geschenk an mich selber zum Geburtstag vielleicht, oder mal wenn mir danach ist mich verwöhnen zu lassen.  Kommt ja immer wieder mal vor dass man solche Tage erlebt wenn man wirklich TOTAL was damit anfangen kann sich was gutes zu tun.  Und wie, nicht?  Und Maniküre ist eins dieser doll ‘erwachsen sein‘ Sachen die man nicht macht wenn man noch zu jung ist.  Also gibt’s irgendwann die erste Erfahrung.


Z.B. Autofahren (selber meine ich), oder erster Job.  Erste Beziehung, erster Umzug.  Erste eigene Wohnung... and was sonst noch so alles.  Einiges davon ist recht aufregend, anderes mehr mundän.  Manches macht einem auch so richtig Angst: wie z.B. das erste Mal in eine fremde Stadt ziehen und wissen dass man sich damit auf ein dort Fuss fassen einlässt.  Und alles sonstig neues drum herum.

Manches Mal lassen einen Ängste dazu verleiten etwas nicht zu machen.  Wie eine Maniküre.  Oder auch in meinem Fall: mal nach Brighton fahren und mich dort umkucken.

Eine Maniküre ist ja wirklich nichts weltbewegendes.  Sich mal in Brighton aufhalten auch nicht, aber trotzdem.  Dass ich mich davon habe abhalten lassen etwas zu machen das ich schon lange machen wollte, nur weil ich Schiss hatte?  Das ist doch zu dämlich.

Das mit Brighton ist eine Geschichte für ein anderes Mal (das dauert mir jetzt zu lange, ich würde zu lange ausholen) - aber das mit der Maniküre will ich erzählen.

Ich war mir bewusst dass ich mich nicht gerne in eine Situation begebe in der alle um mich herum bestimmtes Wissen und damit auch bestimmte und spezifische Erwartungen haben (wie es in einem Beauty Laden hätte sein können):  Fingernägel, und deren Pflege, - die ich nicht habe und um die ich mich auch zum grossen Teil nicht schere.

Aber mich behaupten wäre nicht ganz einfach gewesen wenn da wer mit gerümpfter Nase meine Nägel begutachtet hätte.  Und sich dann recht blöd erkundigt hätte was ich denn so mache um sie in Schuss zu halten.  Da hätte ich nichts entgegen zu setzen gehabt, das wär mir total unter die Haut gegangen.  Also brauchte ich auch verflixt viel Anlauf bevor ich mich einer Maniküre unterzogen habe.

Diese Ängste lassen einen nicht so leicht los, selbst wenn man sich sehr bewusst ist dass diese spezifische Stituation die diese Ängste heraufbeschwört vermutlich nicht eintreten wird.  Was wenn doch?  Und wenn man schon so ein dummes Gefühlt und in einer Stimmung ist in dem man sich niht auf ein in sich ruhendes Gleichgewicht verlassen kann...  Dann ist das ein Warnsignal auf das ich höre.  Das hat sich noch kein einziges Mal als unnutz herausgestellt, im Gegenteil: wenn mir nicht nach was ist, dann läuft das sehr oft sehr bescheiden ab.

Vorgestern abend bin ich dann los.  Es war Zeit.  Meine Nägel brauchten es, ich hatte Zeit und noch ausschlaggebender: ich wollte auch.  Also nix wie los und kucken ob ich wo ohne Termin bekomme das mir genehm ist.

Das hab ich auch gefunden.  War ein bisschen teurer als ich wollte, aber ich will mal nicht kleinlich sein.  Es war wichtiger über die Hemmschwelle wegzukommen.

Es war eine Erfahrung mit gemischtem Erfolg.

Ich hatte erwartet dass es sich entspannender anfühlt.  Dass man schön und angenehm verwöhnt wird.

Für ein Weilchen zu sitzen und die Fingernägel in warmem Wasser halten, das war nett.  Auch entspanned.  Das Angebot von einem Glas Wasser war auch sehr willkommen, - ich hab sogar auch was davon trinken können:  bevor die Behandlung anfing, und auch in einer Pause.  Schön regelmässig aussehen tun sie auch.

Aber die Nagelhäutchen lass ich mir nicht nochmal kürzen.  Das hat weh getan, schmerzte gestern immer noch etwas, und es sieht auch nicht so doll aus.  Irgendwie nackt und bloss.  Das nächste Mal lasse ich mir die Nägel nur feilen und polieren. 

Heute schauen die Stellen wo die Nagelhäutchen sein sollen etwas trocken und unregelmässig aus.  Das finde ich noch weniger gut als mir das schon gestern missfallen hat.  Mehrere Male am Tag Hautcreme auftragen zu müssen ist mir zu viel.  Zu mühsam und das sollte auch nicht so sein.  An die Dinger lasse ich so schnell keinen mehr ran.

Ich hätte auch Nagellack haben können, und die hatten auch schön aufregende Farben.  Ein dunkler Lila, ein knalliges Rot, ein leuchtendes Rosa oder ein sattiges Pink – das hätte mir schon gefallen.  Und wenn’s weniger Farbe hätte sein sollen (mir ist im Moment sehr nach Farbe) dann hätten sie auch grau oder ein gedecktes Rose anzubieten gehabt. Oder ein Beerenrosarot.  Oder andere dolle Farben wie Navyblau oder Braun.  Aber der Lack war mir zu teurer – ich hab mir einen Scherz daraus gemacht nach einer ‘Anfängersession‘ zu fragen.  Also nur Feilen und Polieren, und diese nicht geschätzte Nagelhäutchenaktion.

Das Ergebnis schaut gut aus, ich bin froh dass ich eine Maniküre hatte und jetzt weiss um was es geht und wie das für mich ist – und ich weiss auch was ich nicht nochmal will.

Auf dem Weg zu dem Laden in dem ich war hatte ich auch nochmal ein paar andere gesehen und dort nach einer Preisliste gefragt – ich kann also durchaus eine zweite Maniküre woanders machen lassen.

Oder wer weiss, vielleicht auch andere Sachen?  Eine Pediküre wäre mir recht. 

Aber etwas anderes weiss ich auch: wenn ich etwas machen will das wunderschön entspannend ist und nach dem ich mich super duper gut fühle – dann wird es weiterhin eine Behandlung bei der Osteopathin sein (ich schweb da raus wie auf Wolken laufend!) oder sonst meine wunderbare Friseuse bei der man nicht nur leckeren Kaffee bekommt (sie kann sich sogar dran erinnern wie ich ihn trinke!  Da staunt man) sondern sie macht auch eine wunderbare Skalpmassage beim Haarewaschen.  Wenn ich die Lotterie gewinnen würde dann wäre ich jede Woche mehrere Male beim Friseur nur zum Haarewaschen.  Hach.

Ist schon interessant dass ich mir eine Maniküre etwas anders vorgestellt habe.  Aber ich bin ja so was von froh dass ich es nicht weiter vor mir herschiebe!  Manche Sachen muss man einfach machen um zu wissen was was ist.

3 comments:

  1. Erstaunlich, was alles mit so einer Maniküre zusammen hängen kann! Oder dahinter steckt. Kein Wunder, dass Du Dich jetzt erst rangetraut hast. Wie meistens sind gute und weniger gute Erfahrungen damit verbunden. Obwohl, die Osteopathie ist eine nur gute. Der Besuch bei Deiner Friseuse auch. Vorausgesetzt, man hat schon den/ die Richtige gefunden. Und die Kunst ist, ob Brighton oder alles andere, dahin zu gelangen, buchstäblich!!

    Eine Möglichkeit, verletzte Nagelhäutchen zu behandeln, wäre Bachblütensalbe. Doch nu is es schon rum ums Eck. Wenn ich auch so spöät den blog gucke. S.

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  2. Die Nagelhaut wächst vor allem so fransig nach, gar nicht schön. Das nächste Mal: einweichen lassen und nix anderes! Osteopathie ist tatsächlich äusserst schön und tut einem ja so was von gut! Am Freitag hab ich meinen nächsten Termin auf den ich mich freue, und danach auch noch einen Friseurtermin (ich hab den gesamten Nachmittag freigenommen. Ist das doll!) - da mache ich also Verwöhntag! Zwischendurch könnte ich noch kurz einen neuen Stoffladen anpeilen weil ich nach einem bestimmten Stoff als Geschenk suche um mich bei einer Freundin zu bedanken...
    Ich habe einen angenehmen Nachmittag vor mir!

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  3. Hm, Frage: hast Du einen solchen Stoff für die Freundin gefunden? Und die möglichen anderen für Dich liegengelassen?

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